Preisträger*innen

2026

Nataša Ivančičević

Weitere Preisträger/innen

Der zweite Chrysalide – Binding Förderpreis für Literatur (vormals Studer/Ganz-Preis) geht an die Schriftstellerin Nataša Ivančičević (Jahrgang 1989) für ihr Manuskript «Die zweite Zunge». Die Jury zeigt sich beeindruckt von Nataša Ivančičevićs Text, der vor dem Hintergrund eines migrantischen Lebens in der Schweiz leicht übersehbare Facetten des Konzepts «Muttersprache» thematisiert und tiefgreifende Fragen aufwirft: Inwiefern kann uns eine Sprache gehören? Ist es plausibel, zwischen mehreren Sprachen so etwas wie eine Heimat zu finden? Überzeugend für die Jury war die Idee des Übersetzens als Lebensmetapher und insbesondere Nataša Ivančičevićs treffende Bildsprache und die sorgfältige Komposition des Texts: Ein Roman, der notwendige inhaltliche Ambivalenzen nicht scheut, der die Verschränkung von Sprache und Leben auch jenseits des Migrationskontexts beleuchtet.

Die Medienmitteilung kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 14. Januar 2027 im Literaturhaus Basel statt. Die Laudatio hält Dominic Oppliger. Nataša Ivančičević liest aus ihrem Manuskript.

Das Buch erscheint 2027 im Lenos Verlag.

Autor*innenporträt

Nataša Ivančičević wurde 1989 in Serbien geboren, wuchs in Basel auf und lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Birsfelden. Sie arbeitet als Texterin und schreibt auf Deutsch, das Serbische ist darin als zweite Stimme präsent. Ihre Kurzgeschichten standen auf Short- und Longlists von Literaturwettbewerben und erschienen in Anthologien und Zeitschriften. Im November 2026 nimmt sie an der Literaturwerkstatt von ALIT im Literaturhaus Zürich teil.

Jury

Florian Bissig, Nadia Guddelmoni, Manuela Hofstätter, Simon Leuthold, Dominic Oppliger, Barbara Sauser, Silvia Süess. Moderation: Liliane Studer